Dr. Emmas Chemielabor

Chemie verständlich erklärt.

Warum Milch sauer wird

Geschrieben am | 27. 04. 09

mit CC-Lizenz von R'eyes

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Als ich heute Morgen den Kühlschrank im Aufenthaltsraum an der Uni aufmachte um Milch für meinen Kaffee herauszuholen stellte ich fest, dass sie über das Wochenende sauer geworden war. Eine alte Küchenweisheit besagt, dass ein Gewitter die Milch sauer werden lässt. Tatsächlich hatte es am Wochenende auch etwas Gewittert. Allerdings ist der Zusammenhang zwischen Gewitter und saurer Milch nicht so einfach wie es scheint.

Was passiert ist Folgendes

Der Zucker in Milch, Lactose, kann durch Bakterien zu der Säure auf der rechten Seite vom Pfeil, Milchsäure, zersetzt werden. Das geht besonders gut, wenn es warm ist, weil dann die Bakterien gut wachsen. Wenn also die Milch im Kühlschrank steht, dann machen die Bakterien keine Säure und die Milch bleibt länger frisch.

Wenn viel Säure vorhanden ist, dann gerinnt die Milch weil die Eiweiße protoniert werden und dadurch einige Bindungen aufbrechen. Nachdem die Bindungen aufgebrochen sind fügen sie sich wieder zusammen. Diesmal aber nicht in der schönen von Natur aus vorgesehenen Strktur, sondern in zufälliger Weise. Das führt dann zu Klumpen. Zu diesem Zeitpunkt, schlage ich vor, entsorgt ihr die Milch lieber, es sei denn ihr wollt Käse machen.

Früher als es noch keine Kühlschränke gab und mein Opa zwei Meilen zur Schule gelaufen ist, bergauf in beide Richtungen versteht sich, machte ein Gewitter die Milch sauer, einfach weil es vor einem Gewitter meist sehr warm ist. Das führt, wie erwähnt dazu, dass die Bakterien fleißig Milchsäure produzieren. Heute umgehen wir das einfach, indem wir die Milch in den Kühlschrank stellen. Leider gibt es Leute die behaupten, dass trotz Kühlschrank ein Gewitter die Milch schlecht werden lässt. Das ist purer Zufall. Jemand dem dass schon öffter passiert ist, solllte seine Milchtrinkgewohnheiten untersuchen, oder kleiner Mengen Milch kaufen.

Naja, meinen Kaffee habe ich heute morgen dann lieber ohne Milch getrunken, auch wenn er etwas bitter war und in der Mittagspause habe ich eine Packung H-Milch gekauft, die hält nähmlich auch übers Wochenende.


Warum Seife sauber macht

Geschrieben am | 2. 04. 09

Lavande Soap mit CC-Lizenz von geishaboy500

Lavande Soap mit CC-Lizenz von geishaboy500

Kaum ein Tag geht vorbei an dem wir nicht irgendwie etwas mit Seife, Spüli, oder Dergleichen putzen. Da ist die Frage natürlich naheliegend was Seif überhaupt ist und warum sie sauber macht.

Also stell dir vor du hast einen Tropfen Öl auf einem Tisch. Gibst du Wasser drauf passiert nichts weiter mit dem Tropfen, da sich Öl und Wasser nicht mischen. Jetzt gibst du zu dem Wasser und dem Öltropfen ein bischen Seife. Diese hat einen Teil der sich gerne mit Fett verbindet und einen Teil der sich gerne mit Wasser verbindet. So entsteht eine Brücke zwischen Wasser und Fett. Mit viel Wasser kann der Fettropfen nun gelöst und weggespült werden.


Gibt man Seife in Wasser so verbinden sich die polaren, wasserliebenden Enden mit Wasser und die unpolaren, fettliebenden versuchen so wenig Kontakt wie möglich mit Wasser zu haben und rotten sich zusammen. Das bildet dann sogenannte Micellen. Eben in diesen Micellen kann sich dann fettiger Dreck oder Luft befinden. Das sieht so aus.

Bei Seifenblasen bildet sich eine Doppelschicht aus Seifenteilchen, dazwischen befindet sich eine Schicht Wasser. Die Seifenblasenhaut sieht also so aus, dass es eine innere Wasserschicht gibt, in der die polaren enden der Seife gelöst sind und sich nach Aussen und Innen die unpolaren Enden ausrichten. Weil das Wasser schwerer ist als Luft läuft es nach unten aus der Schicht raus und die Seifenblase reißt. Das ist richtig, sie platzt nicht sondern reißt. Die Form der Seifenblasen kommt durch die Oberflächenspannung zustande. Und weil die Sonne gerade so schön scheint gehe ich jetzt raus und spiele ein bischen mit Seifenblasen.


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