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	<title>Dr. Emmas Chemielabor &#187; Grundlagen</title>
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	<description>Chemie verständlich erklärt.</description>
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		<title>Das Chemische Gleichgewicht</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 12:51:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
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In den Kommentaren zu meinem letzten Post schlug Li [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2768" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.dr-emmas-chemielabor.de/wp-content/uploads/2006/12/3088939149_cebfe7cc08.jpg"><img src="http://www.dr-emmas-chemielabor.de/wp-content/uploads/2006/12/3088939149_cebfe7cc08.jpg" alt="" title="3088939149_cebfe7cc08" width="500" height="333" class="size-full wp-image-2768" /></a><p class="wp-caption-text">Driftign von Richard0 mit CC-Lizenz</p></div>
<p>In den Kommentaren zu meinem letzten Post schlug <a href="http://www.dr-emmas-chemielabor.de/polaritaet/comment-page-1/#comment-1091">Lillinger</a> vor, dass ich dar&#252;ber schreibe, dass alle Systeme ein Gleichgewicht anstreben.</p>
<p>Das beherrschende Prinzip der Chemie ist der Gleichgewichtszustand. Alle Reaktionen die statt finden, tun dies, weil die teilnehmenden Substanzen einen einergiereicheren Zustand haben als die entstehenden Produkte. Nimmt man als Analogie ein Gebirge, so beschreibt das Gebirge die Energie aller m&#246;glichen chemischen Zust&#228;nde einer Reaktion. Auf einem Berg oben ist ja nicht viel Platz, deshalb rutscht man leicht ins Tal hinab dort muss man weniger aufpassen (sprich Energie aufwenden um sich fest zu halten). Was die Substanzen einer Reaktion wollen ist der Aufenthalt im Tal (niedrige Energie). Dieses wird mit dem Begriff Gleichgewicht bezeichnet. Die T&#228;ler sind &#252;brigens wunderbare Orte, mit saftigen Wiesen, schattigen B&#228;umen, vielleicht mit einem kleinen Bach in dem man Schiffchen fahren lassen kann.</p>
<p>Wie auch in einem Alpentaldorf, wo es Leute gibt die aus diesem Dorf den Berg hoch klettern, so gibt es auch in Rekationen immer wieder Molek&#252;le die zur&#252;ck zu den Ausgangssubstanzen reagieren. Allerdings ist die Zu- und Abwanderung ungef&#228;hr gleich, so dass sich an der Gesamtzahl an Produktmolek&#252;len oder Personen nichts &#228;ndert. Es scheint Stillstand zu herrschen. Bei manchen Reaktionen gibt es diese Abwanderung nicht, vor allem wenn ein Teil der Produkte einen anderen Aggregatszustand hat als die Ausgangssubstanzen.</p>
<p>Der Abstieg von einem Berg in ein Tal, ist eine sehr idealisierte Variante um Reaktionsverl&#228;ufe zu beschreiben, denn tats&#228;chlich gibt es von jeder Hochebene aus, auf der sich die Ausgangssubstanzen befinden, hin zum Tal einen mehr oder weniger kleinen Berg der &#252;berwunden werden muss eh man ins Tal kommt. Je schwieriger der Aufstieg auf diesen Berg ist, desto weniger Leute, oder Molek&#252;le, wagen die Reise in das Tal. Es gibt auch nicht so sch&#246;ne T&#228;ler, die nicht so tief liegen, welche aber einfacher zu erreichen sind weil dort kein hoher Berg zu &#252;berwinden ist, dort wohnen dann faule (metastabile) Menschen. Dieser Berg vor dem Abstieg ins Tal wird Aktivierungsenergie gennannt. Das kommt daher, dass ich einen Reaktionsmischung mit so viel Energie ausstatten muss, dass die Molek&#252;le aktiv werden und diesen Berg &#252;berwinden. Wenn es mehrere M&#246;glichkeiten gibt, kann ich &#252;ber die energetische Ausstattung bestimmen welches Tal meine Molek&#252;le bev&#246;lkern.  </p>
<p>Chemiker suchen also immer nach dem Gleichgewicht und versuchen &#252;ber Reaktionsbedingungen die Produktentstehung zu beeinflu&#223;en. </p>
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		<title>Polarit&#228;t &#8211; ein essentielles Konzept</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 14:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
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Da ich in diesem Blog versuche Nicht-Chemikern Chem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_266" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/20406121@N<sub>04</sub>/2222146762/"><img src="http://www.dr-emmas-chemielabor.de/wp-content/uploads/2010/01/2222146762_474f38de09.jpg" alt="mit CC-Lizenz von Just Being Myself" title="2222146762_474f38de09" width="500" height="341" class="size-full wp-image-266" /></a><p class="wp-caption-text">mit CC-Lizenz von Just Being Myself</p></div>
<p>Da ich in diesem Blog versuche Nicht-Chemikern Chemie ein bisschen n&#228;her zu bringen, habe ich mich nat&#252;rlich gefragt was denn <strong>das eine wichtigste Konzept </strong>ist, dass ich allen Menschen ans Herz legen m&#246;chte. F&#252;r mich ist es die Vorstellung von Polarit&#228;t. </p>
<p>Aufgrund ihrer elementaren Zusammensetzung haben <strong>verschiedene Molek&#252;le unterschiedliche Polarit&#228;ten</strong>. Das liegt daran, dass unterschiedliche Atome Elektronen unterschiedlich stark anziehen. Wenn ein Atom die Elektronen st&#228;rker anzieht als ein anderes dann bekommen wir Ladungsunterschiede. Als Ergebniss gibt es dann teilweise positiv und teilweise negativ geladene Atome. Wenn der Unterschied in der Elektronenanziehkraft, der Elekrtonegativit&#228;t, ganz stark ist dann beh&#228;lt ein Atom alle geteilten Elektronen und ist ganz negativ geladen. Dann sprechen wir von Anionen. Die positiven Teilchen sind Kationen. Natriumchlorid, Kochsalz ist ein Bespiel f&#252;r eine Verbindung aus Ionen. Wasser ist ein Beispiel f&#252;r eine polare Verbindung, das Sauerstoffatom zieht die Elektronen st&#228;rker zu sich als die Wasserstoffatome. &#214;le und Fette sind unpolare Stoffe. Die langen Kohlenstoffketten in ihren Molek&#252;len teilen sich die Elektronen geleichm&#228;&#223;ig. </p>
<p>Wie ihr vielleicht wisst, ziehen sich Gegens&#228;tze an, deshalb wechselwirken alle polaren Stoffe gut mit allen anderen polaren Stoffen. Hier wechselwirken die positiven Enden jeweils mit den negativen Enden des anderen Molek&#252;ls. W&#228;hrend alle unpolaren Stoffe mit allen anderen unpolaren Stoffen gut wechselwirken. Mit diesem Konzept kann man erkl&#228;ren warum wasserabweisende Materialien wasserabweisend sind, <a href="http://www.dr-emmas-chemielabor.de/warum-seife-sauber-macht/">warum Seife funktioniert </a>und warum Salz (ionisch) sich in Wasser (polar)  l&#246;st, aber nicht in &#214;l (unpolar).</p>
<p>An die Chemiker: Was seht ihr als wichtigstes Konzept?<br />
An die Nicht-Chemiker: Was meint ihr, was soll ich euch erkl&#228;ren?</p>
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		<title>Chemie ist ungleich Chemikalien</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 10:41:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>

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Auf Twitter schrieb eben Argent 23

Ein Beitrag z [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_259" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/skycaptaintwo/96522428/"><img src="http://www.dr-emmas-chemielabor.de/wp-content/uploads/2009/12/96522428_41eace2950.jpg" alt="mit cc-Lizenz von Skycaptaintwo" title="96522428_41eace2950" width="500" height="370" class="size-full wp-image-259" /></a><p class="wp-caption-text">mit cc-Lizenz von Skycaptaintwo</p></div>
<p>Auf Twitter schrieb eben Argent 23<br />
<a href="http://twitter.com/Argent23/status/6299265933"></p>
<blockquote><p>Ein Beitrag zu Hausmitteln in SWR3 &#8211; weil &#8220;es ja nicht immer Chemie sein muss&#8221; *facepalm*</p></blockquote>
<p></a></p>
<p>Alexander Knoll der hinter dem Twitternamen steckt ist wie ich Doktorand, allerdings in der Molekular Biologie. </p>
<p>Etwas mit dem viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler k&#228;mpfen, ist das <strong>Fachbegriffe, die meist eine sehr pr&#228;zise und spezifische Bedeutung haben</strong>, umgangssprachlich anders verwendet werden als es ihrer Bedeutung entspricht. Ein Beispiel daf&#252;r ist der Quantensprung. Ein Quant einer Sache ist ihre kleinste unteilbare Einheit. Ein Quant Menschen ist ein Mensch. Der Absorption von Licht haben wir nun das Ph&#228;nomen, dass nur bestimmte Wellenl&#228;ngen Licht, also Lichtfarben, von einem bestimmten Molek&#252;l absorbiert werden k&#246;nnen. Das liegt daran, dass die Elektronen angeregt werden und in ein h&#246;heres Energieniveau springen. Lichtfarben kann man sich als ein Lichtteilchen vorstellen, dass ein Energiepaket auf dem R&#252;cken tr&#228;gt. Die Absorption von Licht kann sich so vorstellen, dass die Elektronen eine Energieleiter hoch klettern wollen und das aber nur dann k&#246;nnen wenn sie von den Lichtteilchen genug Energie bekommen. Bringt ein Photon, ein Lichtteilchen also, nicht genug Energie mit, kann das Elektron die n&#228;chste Stufe der Leiter nicht erklimmen und l&#228;sst das Lichtteilchen mit seinem Energiepaket weiterfliegen. Das Klettern auf der Leiter nennt die Physikerin einen Quantensprung und er ist etwas sehr kleines. Umgangssprachlich ist ein Quantensprung jedoch eine gro&#223;e Errungenschaft, oder ein gro&#223;er Schritt vorw&#228;rts. Ich finde das immer wieder lustig.</p>
<p><strong>Was ich nicht so lustig finde ist, wenn synthetische, industriell hergestellte Chemikalien als Chemie bezeichnet werden.</strong> Genau das ist n&#228;mlich gemeint, wenn man im SWR von Chemie in Haushaltsreinigern redet. Dabei macht das durchaus einen Unterschied. <strong>Chemie ist die Wissenschaft die stoffliche Ver&#228;nderungen beschreibt.</strong> Das kann auch die Wirkung von Haushaltsreinigern auf Haushaltschmutz sein. Entgegen der Suggestion des SWR kann Chemie aber auch nat&#252;rlich ablaufende Prozesse und Prozesse in denen nat&#252;rliche Stoffe verwendet werden beschreiben, wie das reinigen mit Essig und Backpulver, statt industriell hergestellten Tensiden. Das Reinigen mit nat&#252;rlichen Reinigungsmitteln ist also auch angewandte Chemie. </p>
<p>Ich finde das deshalb schlimm, weil so eine Angst vor Chemie gesch&#252;rt wird, die wiederum die Angst vor dem Fach und dem Wissen um Chemie sch&#252;rt. Ich glaube, dass viel der Ablehnung die Chemie als Fach in der Schule erf&#228;hrt darauf zur&#252;ckzuf&#252;hren ist, dass synthetische Chemikalien abgelehnt werden. Das wiederum finde ich ok. Ich versuche den Kontakt mit gef&#228;hrlichen Substanzen, ausserhalb des Labores, auch zu minimieren, z.B. vertraue ich auch auf Essig und Backpulver als Reinigungsmittel, <strong>allerdings setze ich nat&#252;rlich nicht gleich mit ungef&#228;hrlich und synthetisch nicht gleich mit gef&#228;hrlich</strong>. Das liebe Leser m&#246;chte ich euch auch anraten, denn das in Stechapfel Atropin hat selten jemandem gut getan, wohingegen Silikon&#246;le schon vieles einfacher gemacht haben.</p>
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		<title>Warum „fettfrei“ nicht schmeckt</title>
		<link>http://www.dr-emmas-chemielabor.de/warum-fettfrei-nicht-schmeckt/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 08:48:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>

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von Jutta Eichler

Die Autorin ist Professorin am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_240" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/pasotraspaso/1074767715/"><img src="http://chemie.hdreioplus.de/wp-content/uploads/2009/05/1074767715_094af9476a.jpg" alt="Gotcha! / Te pillé! mit CC-Lizenz von pasotraspaso" title="1074767715_094af9476a" width="500" height="343" class="size-full wp-image-240" /></a><p class="wp-caption-text">Gotcha! / Te pillé! mit CC-Lizenz von pasotraspaso</p></div>
<p><em>von Jutta Eichler</p>
<p>Die Autorin ist <a href="http://www.chemie.uni-erlangen.de/department/jutta-eichler.shtml">Professorin </a>am Lehrstuhl f&#252;r Pharmazeutische Chemie in Erlangen. Sie besch&#228;ftigt sich mit biomolekularen Wechselwirkungen in Proteinen. Wenn sie nicht professoriert, wandert und rennt sie gerne, oder diskutiert Chemie mit ihrer Nichte</em></p>
<p>Neulich habe ich einen franz&#246;sischen K&#228;se gekauft, ohne auf den Fettgehalt zu achten. Und was soll ich sagen? Er zerschmolz f&#246;rmlich im Mund und war einfach k&#246;stlich. Dann der Schock: 60% Fett! Das ist wirklich nicht fair &#8211;  alle, die schon mal so eine fettarme oder sogar fettfreie K&#228;se-Variante gekostet haben, wissen, wovon ich rede.</p>
<p>Warum aber schmecken die fetteren Sachen immer so viel besser?  Das liegt an der chemischen Natur der Geschmacksstoffe. Die sind n&#228;mlich selbst oft eher fett&#228;hnlich (lipophil) und k&#246;nnen sich deshalb in einer fetten Umgebung besser ausbreiten bzw. aufl&#246;sen und ihr Aroma entfalten. Wird einem Nahrungsmittel das Fett entzogen, sind die Geschmacksstoffe zwar immer noch da, haben aber kein „Medium“ mehr, in dem sie sich ausbereiten k&#246;nnen, und das fade Ergebnis ist hinl&#228;nglich bekannt. </p>
<p>Nun ist ein K&#228;se mit 60% Fett wahrlich nicht der Inbegriff einer gesunden Ern&#228;hrung, bei der wir ja gerade auf &#252;berm&#228;&#223;ig fettreiche Nahrung verzichten sollen. Was sollen wir nun tun – auf fettarm bzw. fettfrei umsteigen und auf Geschmack verzichten? Ihr k&#246;nnt euch sicher eure eigene Meinung bilden.</p>
<p>Und noch ein Tipp zum Schluss: beim Speisefett umsteigen auf Oliven&#246;l!!<br />
Ist gesund (unges&#228;ttigte Fetts&#228;uren) und  passt zu (fast) allem. Es muss<br />
also niemand auf Geschmack verzichten.</p>
<p><em>Wenn ihr selber einen Gastbeitrag schreiben m&#246;chtet, oder Fragen habt, k&#246;nnt ihr das Kontaktformular nutzen oder eine Email an dremma@hdreioplus.de schicken.</em></p>
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		<title>Warum der Mai alles gr&#252;n macht</title>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 15:27:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
				<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[

Inzwischen befinden wir uns im Monat Mai und &#252;bera [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_236" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/14376024@N<sub>00</sub>/189859850/"><img src="http://chemie.hdreioplus.de/wp-content/uploads/2009/05/189859850_e307820642.jpg" alt="Green fellow mit CC-Lizenz von suika*2009" title="189859850_e307820642" width="500" height="332" class="size-full wp-image-236" /></a><p class="wp-caption-text">Green fellow mit CC-Lizenz von suika*2009</p></div>
<p>Inzwischen befinden wir uns im Monat Mai und &#252;berall um uns herum, so lange wir &#252;berall als die n&#246;rdliche Hemisph&#228;re der Erde definieren, schie&#223;t wild Gr&#252;n aus dem Boden. &#220;ppiges Gras und leuchtende Baumkronen erf&#252;llen mein Blickfeld immer wieder mit Gr&#252;n.</p>
<p>Die Substanz die daf&#252;r verantwortlich ist, ist das Chlorophyll. Das ist ein Substanz die &#228;hnlich aussieht wie das was unser Blut rot macht, das H&#228;moglobin. Um diese Struktur herum ist dann noch ein Protein gewickelt, das aber sehr verschieden ist von dem im H&#228;moglobin. In der Mitte von dem Chlorophyll sitzt ein Magnesium. Chlorophyll hat die Aufgabe die Energie die von der Sonne als Licht kommt in f&#252;r die Zelle nutzbare Energie umzuwandeln. Das ist ein recht komplizierter Prozess. Auf jeden Fall wird dabei das rote und das blaue Licht der Sonne verwendet. Somit ist es herausgefiltert und nur das &#252;brigbleibende gr&#252;ne Licht kann reflektiert werden. Das ist der Prozess der uns die Bl&#228;tter gr&#252;n erscheinen l&#228;sst.</p>
<p>Die unterschiedlichen Gr&#252;nt&#246;ne der Bl&#228;tter kommen dadurch zustande, dass es verschieden Typen von Chlorophyll gibt. Dabei h&#228;ngen am eigentlich Chlorophyllger&#252;st Molek&#252;lgruppen die ver&#228;ndern welche Lichtfarbe absorbiert wird. Das hat mit der chemischen Molek&#252;lklasse der Komplexe zu tun. Komplexe sind dabei Substanzen in denen ein Molek&#252;l aus Hauptgruppenelementen mit freien Elektronenpaaren an den Atomen eine Bindung zu einem Metallion eingeht. Die Elektronen in diesen Bindungen k&#246;nnen dann Energie aufnehmen und in anderer Form abgeben, wie hier beim Chlorophyll. &#196;ndert sich das Molek&#252;l, so &#228;ndert sich die Bindung zum Metall ein bischen und deshalb auch die Lichtfarbe. Das ist ungef&#228;hr so als w&#252;rde man eine Gitarre stimmen. Je nachdem wie fest man die Seite dreht kommt ein anderer Ton dabei heraus.</p>
<p>Auch andere Farben entstehen &#228;hnlich, also solche wie bei einem Kleidungsst&#252;ck. Licht einer bestimmten Farbe wird absorbiert und man sieht, weil es keinen Ausgleich mehr gibt, die Komplement&#228;rfarbe. Die Art der f&#228;rbenden Substanz kann allerdings verschieden sein. </p>
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		<title>Kurz definiert: der pH-Wert</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 17:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmetik]]></category>
		<category><![CDATA[pH-Wert]]></category>

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Der pH-Wert ist ein Ma&#223; daf&#252;r wieviel H3O+ in ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_222" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/darwinbell/297466626/"><img src="http://chemie.hdreioplus.de/wp-content/uploads/2009/02/297466626_227542cf90.jpg" alt="tower of limes mit cc-lizenz von Darwin Bell" title="297466626_227542cf90" width="500" height="369" class="size-full wp-image-222" /></a><p class="wp-caption-text">tower of limes mit cc-lizenz von Darwin Bell</p></div>
<p>Der pH-Wert ist ein Ma&#223; daf&#252;r wieviel H<sub>3</sub>O+ in einer w&#228;&#223;rigen L&#246;sung ist, also dessen Konzentration. Eigentlich eine ganz einfache Sache. Normalerweise sind die Konzentrationen von H<sub>3</sub>O+ in Wasser sehr niedrig, so dass man statt der eigentlichen Konzentration den negativen dekadischen Logarithmus angibt. Das ergibt dann &#8220;richtige&#8221; Zahlen wie 1 oder 7 oder 14:</p>
<p><img src="http://upload.wikimedia.org/math/e/7/4/e747c1d9fd209754daaa3fd4e3552a65.png" alt="ph" />
<div style="clear:both;"></div>
<p>Im Alltag tauchen pH-Werte oft bei Kosmetik auf, z.B. bei Shampoos und Seifen die pH-hautneutral sind. Diese Beschreibung ist etwas irref&#252;hrend, denn der pH-Wert der Haut ist ehr im sauren Bereich zu suchen, bei ca. pH f&#252;nf. Neutralist der pH-Wert 7. Diesen pH-Wert hat Wasser wenn es sehr rein ist. Das kommt daher, dass das Wasser teilweise mit sich selber reagiert und OH- und H<sub>3</sub>O+ bildet. </p>
<p><img src="http://upload.wikimedia.org/math/7/d/1/7d131bfb0898f087281b717e3f7add79.png" alt="autoprotolyse" />
<div style="clear:both;"></div>
<p>Ein anderer Ort wo viel &#252;ber sauere und basische Eigenschaften geredet wird, ist in der Ern&#228;hrung. Dazu muss man wissen, dass unser Magen einen pH-Wert zwischen eins und zwei hat, also sehr sauer ist. Im Magen befindet sich eine Schleimhaut die uns davor sch&#252;tzt, dass sich unser Magen selber aufl&#246;st. Diese wird aber bei noch niedrigeren pH-Werten angegriffen. Dagegen kann man &#8220;basische&#8221; Pulver kaufen, z.B. Lactose. Diese heben den pH-Wert aber nicht in Regionen oberhalb 7, was im chemischen Sinne basisch ist, sondern nur hin zu einem normalen Wert von eins bis zwei. </p>
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		<title>Das Mol</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 11:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
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		<category><![CDATA[definiton]]></category>
		<category><![CDATA[mol]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder treffe ich auf Leute die Chemie eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_167" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><a href="http://www.flickr.com/photos/30643034@N<sub>00</sub>/54350043/"><img src="http://chemie.hdreioplus.de/wp-content/uploads/2008/11/54350043_6f96fcf3ce_o.jpg" alt="Mole mit CC-Lizenz von Cowboytoast" title="54350043_6f96fcf3ce_o" width="350" height="300" class="size-full wp-image-167" /></a><p class="wp-caption-text">Mole mit CC-Lizenz von Cowboytoast</p></div>Immer wieder treffe ich auf Leute die Chemie eigentlich ganz toll und interessant finden, aber &#252;berhaupt nicht verstehen was ein &#8220;Mol&#8221; ist, woher es kommt und &#252;berhaupt. Ver&#252;beln kann ich es niemandem Schul/Uni-Buch Erkl&#228;rungen sind oft nicht besonders einleuchtend. Allerdings haben wir hier in Dr. Emmas Labor einen eigenen Weg ermittelt um zu erkl&#228;ren was ein Mol ist:</p>
<p><strong>Ein Mol Eier &#8211; der emotional fassbare Weg</strong></p>
<p>Stell dir vor du gehst auf den Markt um einzukaufen. Du brauchst unter anderem Eier, oder wenn du Vegetarierin bist &#196;pfel. Du gehst zur Marktfrau hin und sagst &#8220;Ich h&#228;tte gerne ein Dutzend &#196;pfel&#8221;. Nun stell dir vor was sie dir in deine &#246;kologisch verantwortlich, mitgebrachte Stofft&#252;te gibt. </p>
<p>Alles klar? Du hast dir vorgestellt wie sie dir 12 &#196;pfel in deinen Beutel legt. Nun lass uns das gleiche Prinzip auf Menschen anwenden. Kannst du dir ein Dutzend Menschen vorstellen? Ja. Und jetzt machen wir den ersten wichtigen Sprung, wir wenden das auf Molek&#252;le an. Kannst du dir ein Dutzend Molek&#252;le vorstellen? Gut. </p>
<p>Nun fragst du dich sicher was das alles mit dem &#8220;Mol&#8221; zu tun hat. Ein &#8220;Mol&#8221; ist auch nichts anderes als ein Name f&#252;r eine bestimmte Zahl, genau genommen f&#252;r 6,022×10^23. So einfach ist das. Du kannst dir also, wenn du dir so gro&#223;e Zahlen vorstellen kannst, ein Mol &#196;pfel vorstellen, oder eben ein Mol Molek&#252;le, oder ein Mol Atome.</p>
<p><strong>Die Sache mit dem Kohlenstoff-der rechnerische Weg</strong></p>
<p>Nat&#252;rlich kommt die Zahl 6,022×10^23 nicht von ungef&#228;hr. Warum sollte sich auch jemand so eine dumme Zahl ausdenken um Molek&#252;le zu z&#228;hlen? Der verantwortliche ist Avogadro aus Turin gewesen ein Revoluzer der auch ein hervoragender Chemiker war. Ein Kohlenstoffatom wiegt 12 atomare Einheiten, mit au abgek&#252;rzt. 6,022×10^23 Kohlenstoffatome wiegen 12g. Das Mol ist also der Faktor zwischen dem Gewicht und der Anzahl Atome. Nehme ich 1.2g Kohlenstoff sind das entsprechend 0.1 Mol.</p>
<p>Das ganze hat praktische Auswirkungen auf die Chemie. Wenn ich &#252;berlege ich m&#246;chte zwei Stoffe in einem Bestimmten Verh&#228;ltniss reagieren lassen, z.B. m&#246;chte ich Wasserstoff und Sauerstoff im Verh&#228;ltnis 2:1 reagieren lassen, dann m&#246;chte ich nat&#252;rlich wissen wieviel Gramm ich davon abwiegen muss. Ich beschlie&#223;e also 1 Mol Wasserstoff mit 0,5 Mol Sauerstoff reagieren zu lassen. Das entspricht, wegen dem Verh&#228;ltniss 1g = 6,022×10^23 au, also 1,008g Wasserstoff und 8g Sauerstoff. Diese Reaktion verl&#228;uft vollst&#228;ndig, weil die Reaktionspartner im richtigen Verh&#228;ltniss zueinander vorliegen.</p>
<p>Ich hoffe es ist nun klarer was ein Mol ist. Im englischen hei&#223;t &#8220;mole&#8221; &#252;brigens Maulwurf, was viel zu dem Scherz veranlasst das Mol mit einem Maulwurf zu illustrieren.</p>
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		<title>Die Sprache der Chemie</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 11:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Reaktionsgleichungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen]]></category>

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		<description><![CDATA[

Kommt ein nicht Chemiker in ein Chemiegeb&#228;ude- Nei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_154" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://flickr.com/photos/badjonni/438674534/"><img src="http://chemie.hdreioplus.de/wp-content/uploads/2008/11/438674534_9e38a986ec.jpg" alt="T is for window mit CC-Lizenz von badjonni" title="438674534_9e38a986ec" width="500" height="363" class="size-full wp-image-154" /></a><p class="wp-caption-text">T is for window mit CC-Lizenz von badjonni</p></div>
<p>Kommt ein nicht Chemiker in ein Chemiegeb&#228;ude- Nein leider wird das nicht zu einem Witz. Oft ist es so, dass Chemie nicht verstanden wird, weil sie in unverst&#228;ndlichen Worten ausgedr&#252;ckt wird. Es ist fast, also ob Chemie eine eigene Sprache hat.</p>
<p>Worte wie R&#252;hrplatte sind einfacher zu verstehen. In unserem Kopf bildet sich leicht etwas flaches mit einer mechanischen R&#252;hrvorrichtung<sup><a href="#footnote-1-153" id="footnote-link-1-153" title="See the footnote.">1</a></sup>. Auch unter Bechergl&#228;sern und Kolben k&#246;nnen sich Viele etwas vorstellen. Schwieriger wird es dann, wenn man versucht &#8220;unter R&#252;ckflu&#223; kochen&#8221; oder &#228;hnliche Textbausteine in etwas allgemein verst&#228;ndliches umzubauen<sup><a href="#footnote-2-153" id="footnote-link-2-153" title="See the footnote.">2</a></sup>. </p>
<p>Richtig schwierig wird es, wenn man sich solche Worte anschaut:<br />
<a href="http://chemie.hdreioplus.de/wp-content/uploads/2008/11/formeln.jpg"><img src="http://chemie.hdreioplus.de/wp-content/uploads/2008/11/formeln.jpg" alt="" title="formeln" class="aligncenter size-full wp-image-155" /></a></p>
<p>Das sind alles Beschreibungen ein und der selben Substanz. Man kann einen Stoff mit der Anzahl und Sorte der in ihr enthaltenen Atome bezeichnen, so wie links, jedoch ist das nicht unbedingt eindeutig, da diese Atome auf verschiedene Arten und Weisen angeordnet werden k&#246;nnen. Das ist wie wenn man eine Geschichte &#252;ber Julia erz&#228;hlt. Es gibt sehr viele Julias auf der Welt. In der Mitte ist der Name ausgeschrieben in die relative Anordnung die die Atome zu einander haben. Die Striche repr&#228;sentieren die Bindungen zwischen den Atomen. Rechts ist dann noch die systematische Benennung f&#252;r die Verbindung aufgeschrieben. In diesem Namen bezeichnen die Ziffern die Position der Atome. Bei welchem man anf&#228;ngt ist in den Benennungsregeln fesetgelegt.</p>
<p>Mit diesen Worten ist es nun m&#246;glich auch S&#228;tze zu bilden.  Diese bestehen wie auch deutsche S&#228;tze aus Subjekt Pr&#228;dikat und Objekt. Substanz A zusammen mit Substanz B wird zu Substanz C. &#8220;Mit&#8221; wird als &#8220;+&#8221; geschrieben und &#8220;wird zu&#8221; ist ein Pfeil der nach rechts zeigt. Das ganze wird dann Reaktionsgleichung genannt. </p>
<p>Wie jede Sprache muss man auch die chemische Sprache lernen. Naturgem&#228;&#223; beschreibt sie sehr genau die Vorg&#228;nge die in der Chemie passieren. Allerdings ist es mir wichtig, dass ihr, auch wenn ihr die Sprache nicht gelernt habt, versteht was ich schreibe. Deshalb halte ich mich oft an die nicht ganz so pr&#228;zisen Vokabeln der Alltagssprache.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-153">tats&#228;chlich besteht die R&#252;hrplatte aus einer ebenen Fl&#228;che unter der sich ein Magnet befindet, der sich um eine zentrale Achse dreht. Stellt man nun eine zu r&#252;hrende Mischung in einem Kolben oder Becherglas auf die Fl&#228;che und tut dahineine einen Stabmagneten, dreht sich dieser und r&#252;hrt somit um.  [<a href="#footnote-link-1-153">back</a>]</li><li id="footnote-2-153">es handelt sich dabei um eine Techik in der verdampfendes L&#246;sungsmittel eine gek&#252;hlte Wendel passiert und an dieser wieder kondensiert und in die kochende Mischung zur&#252;cktropft  [<a href="#footnote-link-2-153">back</a>]</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Leben im Gleichgewicht</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 11:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Work/Life-Balance]]></category>

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		<description><![CDATA[
Eigentlich ist es verwunderlich, das es ChemikerInnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_143" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://chemie.hdreioplus.de/wp-content/uploads/2008/10/2964940985_6088662e08.jpg"><img src="http://chemie.hdreioplus.de/wp-content/uploads/2008/10/2964940985_6088662e08.jpg" alt="Falling on mit CC-Lizenz von Albert K." title="2964940985_6088662e08" width="500" height="333" class="size-full wp-image-143" /></a><p class="wp-caption-text">Falling On mit CC-Lizenz von Albert K.</p></div><br />
Eigentlich ist es verwunderlich, das es ChemikerInnen gibt die Probleme haben ihre Work/Life-Balance, also das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben, zu halten. ChemikerInnen besch&#228;ftigen sich n&#228;hmlich den ganzen Tag mit nichts anderem, als ihre <strong>Reaktionen ins Gleichgewicht zu bringen</strong>.</p>
<p>Umgangsprachliche wird Gleichgewicht oft mit einer prek&#228;ren Situation assoziiert, etwas, dass schwer zu erreichen ist und leicht wieder verloren wird. Im chemischen Sinne wird Gleichgewicht aber etwas anders aufgefasst. Gleichgewicht ist ein Zustand den ein System, in unserem Fall eine Reaktion, von alleine erreicht. Dieser Zustand ist dadurch gekennzeichnet, dass in ihm <strong>weniger Energie</strong> gespeichert ist als im Ursprungszustand. Im Alltag benutzen wir dieses Prinzip zum Beispiel dazu um unsere Wohnungen zu beheizen. Wir verbrennen Gas, oder einen anderen Brennstoff der zu CO<sub>2</sub> reagiert und die freiwerdende Energie erw&#228;rmt dann unsere Wohnung. Allerdings f&#228;ngt der Brennstoff nicht von alleine an zu brennen<sup><a href="#footnote-1-142" id="footnote-link-1-142" title="See the footnote.">1</a></sup>, sondern er muss angez&#252;ndet werden. Das ist ein <strong>kleiner Anschubser </strong>damit die Reaktion ablaufen kann. Manche Reaktionen brauchen gro&#223;e Anschubser andere nur kleine.</p>
<p>Nimmt man als Analogie ein Gebirge, so beschreibt das Gebirge die Energie aller m&#246;glichen chemischen Zust&#228;nde. Es ist nicht das exaltierte stehen auf dem Berg, sondern der sichere Aufenthalt im Tal erstrebenswert. Auf dem Berg oben ist ja nicht viel Platz, deshalb rutscht man leicht ins Tal hinab dort muss man weniger aufpassen (sprich Energie aufwenden um sich zu halten). Die T&#228;ler sind &#252;brigens wunderbare Orte, mit saftigen Wiesen, schattigen B&#228;umen, vielleicht mit einem kleinen Bach in dem man Schiffchen fahren lassen kann. Um aber in das wunderbare Tal zu kommen, muss man erst &#252;ber den Berg und je schwieriger der Aufstieg ist, desto weniger Leute wagen die Reise in das Tal. </p>
<p>Es gibt auch nicht so sch&#246;ne T&#228;ler, welche aber einfacher zu erreichen sind, dort wohnen dann faule (metastabile) Menschen. Wenn es mehrere M&#246;glichkeiten gibt, muss ich die Leute entsprechend ausstatten (mit Temperatur) und Geduld haben (lange Reaktionszeiten), damit sie in das ganz wunderbare Tal kommen. Wenn man statt Leuten jetzt Reaktanden in einer Reaktion nimmt, hat man ziehmlich genau beschrieben, was die Produktverteilung einer Reaktion bestimmt. </p>
<p>ChemikerInnen suchen also immer nach dem Gleichgewicht. Im Gegensatz dazu bekommen ChemikerInnen h&#228;ufig vorgeworfen, dass sie die Menschheit aus dem Gleichgewicht bringen. Vielleicht sollten ChemikerInnen auch in der makroskopischen Welt &#246;fter nach Gleichgewichten suchen.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-142">zum Gl&#252;ck  [<a href="#footnote-link-1-142">back</a>]</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>42 oder warum Chemie die Welt erkl&#228;rt</title>
		<link>http://www.dr-emmas-chemielabor.de/42-chemie-erklaert-die-welt/</link>
		<comments>http://www.dr-emmas-chemielabor.de/42-chemie-erklaert-die-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 11:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[42]]></category>
		<category><![CDATA[Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[
Chemie wird oft zugeschrieben zwar viele tolle Sachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_139" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/lizjones/295567871/"><img src="http://chemie.hdreioplus.de/wp-content/uploads/2008/10/295567871_2be65a3ebe.jpg" alt="42 mit CC-Lizenz von lizjones112" title="42" width="500" height="348" class="size-full wp-image-139" /></a><p class="wp-caption-text">42 mit CC-Lizenz von lizjones112</p></div><br />
Chemie wird oft zugeschrieben zwar viele tolle Sachen entwickelt zu haben, aber &#252;ber die puren Anehmlichkeiten<sup><a href="#footnote-1-138" id="footnote-link-1-138" title="See the footnote.">1</a></sup> hinaus wenig Bedeutung zu haben. Als Gegenbeispiel wird die Physik genannt die in ihrer Sternenguckerei die wirklich interessanten und philosophischen Fragen nach dem woher und wohin der Menschheit beantwortet. Ohne den PhyikerInnen in meiner LeserInnenschaft zu nahe treten zu wollen, das k&#246;nnen wir ChemikerInnen besser. </p>
<p><strong>&#8220;Warum gibt es &#252;berhaupt Leben?&#8221;</strong> ist eine dieser urphilosophischen Fragen die nur mit Chemie zu beantworten sind. Sobald einmal Leben entstanden war und die Prozesse ihren Lauf nahmen, konnte man diese mit Mechanismen der Evolution erkl&#228;ren. Warum aber Leben &#252;berhaupt erst entstand versuchen ChemikerInnen zu erkl&#228;ren. </p>
<p>Manche ChemikerInnen versuchen in aufw&#228;ndigen Versuchen &#228;hnliche Bedingungen wie in der methaphorischen Ursuppe zuschaffen und dann durch veschiedene Energieeinwirkungen diese zuver&#228;ndern. Dannach schauen sie was dabei f&#252;r Verbindungen entstanden sind. Als Ergebniss dieser Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass Aminos&#228;uren, Bausteine der Proteine, unter diesen Bedingungen entstehen k&#246;nnen.</p>
<p>Andere ChemikerInnen untersuchen wie sich einfache Verbindungen von selbst zu gr&#246;&#223;eren, komplexeren Gebilden zusammensetzen. F&#252;r solche Untersuchungen hat 1987 Jean-Marie Lehn den Nobelpreis bekommen. Er sagt, dass wenn man die Wechselwirkungen versteht die kleine einfache Molek&#252;le dazu bringt sich zu gr&#246;&#223;eren Gebilden zusammen zusetzten, dann kann man auch verstehen warum sich der genetische Code, die DNA, entwickelt hat.</p>
<p>Zugegebenerma&#223;en ist die Chemie in dieser Frage noch nicht besonders weit gekommen, aber im Laufe der Beantwortung ergeben sich auch viele kleine tolle Entdeckungen die uns das Leben einfacher, ges&#252;nder und sch&#246;ner machen.</p>
<p>Was gibt es denn noch an spannenden Fragen die die Chemie beantwortet? Antworten darauf bitte ich in den Kommentaren zu schreiben.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-138">so wie sauberes Wasser, Medikamente und Kunststoffe  [<a href="#footnote-link-1-138">back</a>]</li></ol>]]></content:encoded>
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